Die Römer fragen mich oft, was zum Teufel ein Schweizer in einer chaotischen Stadt wie Rom verloren habe. Nun, Gott sprach schon zu Moses: “Steig ab vom Velo und stoss es.”
So bin ich 2011 das erste Mal mit dem Fahrrad von Bern über die Alpen in die ewige Stadt gekommen. Seither hat es mir Rom angetan, aber es hat zehn weitere Jahre gedauert bis ich hierhin gezogen bin.
Wichitge Entscheidungen können wohl nur rückwärts verstanden werden. Mich hatten nicht nur die Schönheit, das sonnige Klima und das herzhafte Essen gelockt. Was man bei einem kurzen oder in meinem Fall auch längeren Aufenthalt von den Römern lernen kann, ist die Dinge nicht so ernst zu nehmen. Bei allem, was in dieser chaotischen Stadt nicht funktioniert, bleibt den Römern nichts anders übrig als den Schwierigkeiten mit Ironie und einer Prise Sarkasmus zu begegnen: In dubio sombrero.
Natürlich lässt man in Rom ab und zu auch den Emotionen freien Lauf, aber selbst dieses aktiv-agressive Drama hat etwas Befreiendes. Die stilgebendste Epoche ist nicht per Zufall die “Propagandakunst Barock”. Sie spiegelt mit ihrer Dramatik, ihrem Spiel mit Licht und Schatten und ihren Emotionen die Seele all dieser kleinen und grossen Dramaqueens wohl am besten wider.
Biketouren
E-Bike-Touren im Stadtzentrum Roms oder auf der Apppia antica